Elisabeth Berlin - Schlussapplaus

 

Bericht vom Musical Elisabeth in Berlin am
08. Juni 2008

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Berlin 08.06.2008

Letze Woche war es endlich soweit, dass ich seit langer Zeit eins meiner Lieblingsmusicals wieder live sehen konnte. Ich hatte Glück, dass ich die Erstbesetzung in den Hauptrollen sehen konnte.

Elisabeth: Pia Douwes
Der Tod: Uwe Kröger
Luigi Lucheni: Thomas Hohler
Kaiser Franz Josef: Markus Pol
Erzherzogin Sophie: Christa Wettstein
Herzogin Ludovika/Frau Wolf: Maike Katrin Schmidt
Herzog Max: Norbert Lamla
Kronprinz Rudolf: Oliver Arno
Rudolf als Kind: Arthur Würzebesser

Elisabeth Berlin Besetzung

Dieser Besuch war bereits mein zweiter Besuch bei Elisabeth in Berlin

Mein erster Elisabeth Berlin Bericht ist vom Mai 2008

Bühnenbild und Inszenierung

Ich muss gestehen, dass ich beim zweiten Genuß der neuen Inszenierung das Bühnenbild sehr gut fand und auch überhaupt nicht dachte, es fehlt etwas im Gegensatz zur Wiender Inszenierung. Im Gegenteil. Das Bühnenbild hat die Handlung sehr gut unterstrichen. Und die Darsteller haben auch diesmal wieder geglänzt, so dass das Bühnenbild fast in den Hintergrund gerückt ist.

Mir gefällt der Einsatz der Videoprojektionen sehr gut. Die Hofburg ist allerdings permanent im Hintergrund als eine Art "Wasserzeichen" zu sehen. Das ist ein wenig störend und aus meiner Sicht überflüssig.

Ich sass in der letzten Reihe im Parkett. Die Sicht ist dort super! Meine Empfehlung für die kleine Preisklasse. Allerdings hätte der Ton etwas lauter sein können. Vorne in der sechsten Reihe war der Ton fast zu laut, hinten dafür ein kleines bisschen zu leise.

Die Rollen

Pia und Uwe waren einmalig fantastisch. Ich fand sie noch besser als im Mai und hatte das Gefühl, sie haben sich richtig eingespielt. Thomas Hohler war super als Lucheni und hat mir besser gefallen als Bruno Grassini.

Zu den einzelnen Rollen

Uwe Kröger:
Uwe war kein bisschen selbstverliebt wie in einigen Kritiken zu lesen ist. Er war aggressiv, brutal und teilweise wild. Von Selbstverliebtheit keine Spur. Er hat sich ins Zeug geworfen und einen Ausdruck der bis in die letzte Reihe ging gebracht. Im englischen würde ich den Begriff "fierce" gebrauchen. Leidenschaftlich, wild, scharf ...

Dies war besonders gut in den Szenen "Der letzte Tanz" als er Pia zu Boden wirft, bei "Wenn ich tanzen will" wenn er mit Pia tanzt und bei "Die Schatten werden länger" als er Oliver Arno wie eine Marrionette umherschubst zu sehen.

"Die Schatten werden länger" Szene strotze einfach nur so vor Dominanz und Unterlegenheit. Oliver und Uwe haben das super gespielt.

In den letzten Sekunden blickt Uwe mit weit aufgerissenen Augen ins Publikum, kurz nachdem er Elisabeth "geholt" hat, mit einem Ausdruck "sie gehört mir" oder "ihr alle gehört mir".

Pia Douwes:
War wie im Mai einfach perfekt. Ohne Worte ...

Thomas Hohler:
Er hat den Lucheni sehr schön bissig und mit Energie geladen gespielt. Er hat mir sehr gut gefallen.

Oliver Arno:
War viel besser als im Mai. Super Schauspiel und Ausdruck besonders bei "Die Schatten werden länger" und bei "Wenn ich dein Spiegel wär".

Christa Wettstein:
Sie spielt die Rolle der Erzherzogies so gut, dass man fast Angst vor ihr bekommt.

Ensemble: Das Lied Milch war super. Auch in meiner Reihe schön laut :)

Nach der Szene "Hass" haben tatsächlich drei Leute geklatscht und wurden dann aber auch wieder schnell totgeschwiegen. Ich hätte diesmal auch fast geklatscht, denn die Darsteller waren echt gut und ich war diesmal auch drauf "gefasst" auf diese doch immer wieder bisschen "schockierende" Szene. Wenn man nicht drauf gefasst ist, wird mir immer gesagt, dass diese Szene einen aus der Handlung rausreisst vor lauter Schock und Befangenheit, die die Szene des aufkommenden Nationalsozialismus auslöst - auch wenn Sie zur Handlung dazugehört.

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